Ein Fahrradhelm schützt seinen Träger bei einem Unfall vor gefährlichen Kopfverletzungen. Allerdings sind längst nicht alle Modelle empfehlenswert. In einem Test von elf Kinderfahrradhelmen hat der ADAC vor kurzem zwar fünfmal die Note “gut” vergeben. Ein Produkt wurde jedoch auch mit der Note “mangelhaft” abgestraft. Bei der Wahl eines Fahrradhelmes sind deshalb einige wichtige Punkte zu beachten.
Damit der Schutzhelm den Kopf optimal abschirmen kann, muss er gut sitzen. Das heißt, dass er weder so weit sein darf, dass er wackelt, noch so eng, dass er drückt. Wer den Helm aufgezogen hat, kann den korrekten Sitz leicht überprüfen: Beugt er sich ohne geschlossenen Kinnriemen nach vorne, darf der Fahrradhelm nicht herunterfallen. Der Kinnriemen muss in geschlossenem Zustand fest anliegen, zwischen Haut und Riemen darf höchstens ein Finger Platz haben.
Ob der Schutzhelm die gängigen Sicherheitsnormen erfüllt, kann der Verbraucher an verschiedenen Prüfsiegeln erkennen. Das Produkt sollte der EN-Norm 1078 entsprechen und über das CE-Siegel verfügen. Dieses Siegel sagt aus, dass das Produkt die geltenden EU-Richtlinien einhält. Ein TÜV-Siegel ist zudem ein Hinweis darauf, dass das Produkt sorgfältig von Experten geprüft worden ist.
Für längere Touren ist auf eine gute Lüftung des Fahrradhelmes zu achten, ansonsten leidet der Tragekomfort vor allem im Sommer. Eine ausreichende Anzahl Luftlöcher ist in diesem Fall Gold Wert. Manche Hersteller versehen die vorderen Lüftungsöffnungen beziehungsweise Ventilationsöffnungen außerdem mit einem Insektennetz, damit während der Fahrt keine Wespen oder andere Insekten zwischen Helm und Kopfhaut geraten können.
Damit der Helm möglichst immer getragen wird, sollte er dem zukünftigen Besitzer optisch ebenso gut gefallen wie sein Fahrrad. Um stärker auf die Bedürfnisse der Nutzer einzugehen, haben die Hersteller inzwischen sogar Spezialhelme für verschiedene Fahrradtypen im Angebot. So gibt es BMX- oder Skaterhelme, die durch ihr ungewöhnliches Design auffallen, besonders widerstandsfähige MTB-Helme für die Fahrt im Gelände und spezielle Rennhelme, die besonders leicht gebaut sind.
Ob der Helm qualitativ hochwertig ist, lässt sich übrigens nicht immer am Preis erkennen. Im ADAC-Test 2010 zeigte sich, dass gute Produkte schon ab 20 Euro zu haben sind. Der mit der Note “mangelhaft” bewertete “Hudora joey Monsun” kostete mit rund zehn Euro allerdings extrem wenig. Es empfiehlt sich deshalb in jedem Fall, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch die verfügbaren Testberichte zu den ausgewählten Produkten zu lesen, bevor man sich endgültig für einen Fahrradhelm entscheidet. Am besten abgeschnitten hat im Test des Automobilclubs übrigens das Modell “Giro Rascal”, das ab etwa 36 Euro auch bei PreisTrend zu finden ist.
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