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Ja nee, is klar – Teichfilter-Systeme

Wissenswertes über Filter-Systeme

Filter-Systeme welche im Garten- oder Fischteichen eingesetzt werden sollen unterliegen zahlreichen individuellen Anforderungen. Daher ist gerade auf die richtige Planung und Auslegung der Teichfilterung größten Wert zu legen! Planungs-Fehler oder „Sparen am falschen Platz“ – besser gesagt am Filter, machen sich nach kurzer Zeit negativ bemerkbar und das Hobby zu einem kostspieligen Unterfangen. Speziell in Fisch- und Koiteichen, und seien diese auch noch so schön mit Wasserpflanzen ausgestattet, ist eine Filterung in den allermeisten Fällen unumgänglich!

Biologische Filterkammern in einem Filtersystem

Neben der Vielzahl der sich auf dem Markt befindlichen Filterungsverfahren und Produkten,
sollten man der mechanischen- und der biologischen Filtereigenschaften des Systems sein Augenmerk schenken. Viele Filtersysteme wie bspw. Mehrkammerfilter beinhalten sowohl eine mechanische Filterungszone, die für das „Festhalten“ und Sammeln von Schweb- und Schmutzstoffen, als auch über eine biologische Filterzone verfügen. Eine gute Filteranlage muss daher über eine gute mechanische Grobschmutzabscheidung (Vorfilterung) verfügen.

In der biologischen Filterzone werden die anfallenden Stickstoffverbindungen von „nitrifizierenden“ Bakterien zersetz, welche das giftige Ammonium/Ammoniak und Nitrit in das relativ ungiftige Nitrat. umwandeln.

Gerade die biologische Filterung ist für Fischteiche von größter Bedeutung und muss auf die eingebrachte Futtermenge, die dadurch entstehende Stickstoffbelastung und das zukünftige Wachstum der Fische ausgelegt sein.

Beachten Sie, dass sie in Ihrem Filtersystem auch noch genügend Reserven haben. Hierunter ist eine mögliche bzw. notwendige Erhöhung der Wasserdurchflussmenge pro Stunde zu verstehen oder die Erhöhung des Fischbesatzes (einhergehend mit Futtererhöhungen) mit einzuplanen.

Einmal für ein Filtersystem entschieden, gilt es bei der Pflege und Wartung einige Punkte einzuhalten. Reinigen Sie niemals die biologischen Filtermedien mit einem scharfen Wasserstrahl, mit einem Dampfstrahler oder Chemikalien. Verwenden Sie einen weichen Wasserstrahl, am besten Teichwasser um die sensible Bakterienkolonien nicht auszuwaschen. Gerade Letzteres geschieht im Putzwahn häufig und bringt Filter und Teich in ein Ungleichgewicht. Füttern Sie nach einer ausgedehnten Filterreinigung am nächsten Tag nicht, damit sich die Filterbiologie wieder erholen und reproduzieren kann.

Gröbere Ablagerungen oder gar Faulschlamm sollte sich nicht im biologischen Filterbereich ansammeln. Feststoffe aus dem Wasser zu entfernen oder „festzuhalten“ ist einzig und Allein die Aufgabe der mechanischen Filterung – der Vorfilterung! Das können ua. Filterbürsten, Spaltsiebe oder auch grobe Filtermatten sein. Diese müssen je nach Typ regelmäßig gesäubert werden um den angesammelten Schmutz aus dem System zu entfernen. Das beste Filtersystem nützt nichts, wenn der ablagerte Schmutz nicht regelmäßig aus dem System entfernt wird. Vor-Filtersysteme wie etwa Spalt-, Vlies- oder Trommelfilter sind sehr gute System, welche eine effektive Vorfilterung erzielen. Um die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme abzuwägen, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Hersteller oder Anbieter.

Konzipieren Sie Ihre Filteranlage so, dass Sie möglichst wenig „Hand-Anlegen“ müssen. Zwar ist ein regelmäßiger Kontrollgang wichtig und am Anfang macht es sicherlich noch Spaß, den Filter im Sommer täglich zu reinigen. Wenn es aber um Ihre Urlaubsplanung geht, so sollte Ihr Teich-Filtersystem für einigige Tage auch problemlos selber arbeiten können ohne einen Ausfall zu provozieren! Ferner sollten Sie überlegen, ob Sie Ihr Teichfiltersystem als „gepumpte Version“ oder im Schwerkraftbetrieb betreiben wollen. Letzteres ermöglicht den Einsatz von energiesparenden Teichpumpen und einhergehenden Kostensenkungen.

Gehen Sie abschließend bitte mit Verkäufer-Versprechungen skeptisch um wie bspw. „Sie brauchten sich um den Teichfilter nicht zu kümmern“ – „der läuft von ganz Alleine“ oder „damit haben Sie nie wieder Probleme mit Fadenalgen“. Blödsinn – Informieren Sie sich vorab gründlich in Fachbüchern und nehmen Sie Kontakt zu Koi- oder Fischliebhabern über das Internet auf und schauen Sie sich Teichanlagen an. Der wichtigste und leider auch kostspieligste Punkt bei der Fisch- und Koihaltung ist und bleibt die Filterung – hier sollten Sie keine Kompromisse eingehen!

Eine Übersicht an Filtersystem finden Sie in unsere Teich-Rubrik

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 24. Juni 2009 um 12:40 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Garten und Teich abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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